Projektwettbewerbe
Projektwettbewerbe bilden für Hansjörg Betschart einen wesentlichen Bestandteil seiner architektonischen Praxis. Sie eröffnen einen Raum für die konzeptionelle und typologische Untersuchung komplexer Aufgabenstellungen und ermöglichen es, unabhängig von unmittelbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Ansätze für Ort, Nutzung, Raum und Konstruktion zu entwickeln. In diesem Sinne sind Wettbewerbe nicht allein Instrumente zur Projektvergabe, sondern auch ein wesentliches Medium architektonischer und städtebaulicher Forschung und Positionierung. Sie schaffen die Möglichkeit, spezifische räumliche und gesellschaftliche Fragestellungen zu präzisieren und daraus eigenständige architektonische Konzepte zu entwickeln.
Offener Wettbewerb | 2020
Schulhaus Näfels
3.Rang | ARGE mit Müller Verdan
Aus dem Jurybericht: «Das Projekt weist als skulpturaler monolithischer Sichtbeton-Längsbau entlang der Obererlenstrasse hohe gestalterische und funktionale Qualitäten auf. Das Projekt ist ortsbaulich gut eingebettet und vermag eine grosse Ruhe in den heterogenen Bestand der Umgebung zu bringen. Die Jury attestiert dem Projekt eine hohe architektonische Qualität, welche einfach, klar und funktional ist.».
Eingeladener Wettbewerb | 2012
Werkhof Glattfelden
1.Rang
Aus dem Jurybericht: «Das Projekt überzeugt durch seine schlüssige Gesamtorganisation, die gute Verkehrsführung und die klare Zonierung von Werkhof, Feuerwehr und Entsorgung. Das kompakte Bauvolumen bildet einen überzeugenden westlichen Auftakt zum Siedlungsgebiet von Glattfelden. Besonders der neue Feuerwehrstandort überzeugt. Insgesamt bietet das Projekt eine funktionale, ortsbaulich überzeugende und wirtschaftliche Lösung.»
Offener Wettbewerb | 2001
Schulhaus Birmensdorf
4.Rang | ARGE mit Raphael Müller
Der Entwurf ordnet das Schulareal durch einen präzise gesetzten Neubau neu und stärkt dessen städtebauliche Lesbarkeit. Ein zentraler, als Pausenraum ausgebildeter Verteiler verknüpft Innen- und Aussenräume. Klar organisierte Unterrichtsbereiche, differenzierte Gruppenräume und gezielte Blickbezüge schaffen hohe räumliche Qualität. Materialität, Tageslichtführung und Minergiestandard prägen den nachhaltigen Ausdruck.
Schulhaus Wetzikon
2.Rang | ARGE mit Raphael Müller
Der präzise gesetzte Baukörper ordnet das heterogene Schulareal und formuliert den Übergang von der Pausenwiese zur angrenzenden Landschaft. In Anlehnung an die Leichtigkeit der bestehenden Pavillonbauten entsteht ein räumlich-visueller Filter. Die klare Erschliessung, beidseitig belichtete Klassenräume sowie vorgelagerte Balkonschichten schaffen differenzierte Übergänge zwischen Innen- und Aussenraum.
Eingeladener Wettbewerb | 2000
Hochbord Dübendorf
1.Rang | ARGE mit Rolf Läuppi
Das Projekt verfolgt eine Neuordnung der stadträumlichen Adressbildung. Ein präzise gesetzter Neubaukörper ergänzt das bestehende Eckgebäude und entwickelt an der Stadtbahnhaltestelle eine einladende, klar gefasste Hofsituation. Durch das Zusammenspiel einer energetisch optimierten Gebäudehülle und robusten Verschattungselementen werden Bestand und Neubau gestalterisch und konstruktiv zu einem kohärenten Ensemble verbunden. Die architektonische Intervention stärkt sowohl die räumliche Präsenz des Ortes als auch dessen funktionale und klimatische Qualitäten.